Von der Wut zur Würde
Mein Weg von Depression und Überlebensmodus
zur Heilung – und der Suche nach systemischer Veränderung
Ich begleite Menschen zurück zu sich selbst –
und arbeite daran, die Strukturen zu verändern, die uns alle verletzen.
Wissen allein reicht nicht.
Du musst fühlen.
Und manchmal fordert dir das Leben genau das ab – in den dunkelsten Momenten.
Mein Weg begann mit einem Zusammenbruch
Vor 14 Jahren zog mir das Leben den Boden unter den Füßen weg. Ich funktionierte nur noch. Ich sagte nie Nein. Ich arbeitete, wenn ich krank war. Ich wollte niemandem zur Last fallen – aber ich selbst war längst unter der Last zusammengebrochen.
Drei Glaubenssätze begleiteten mich wie Schatten: Ich bin nicht genug. Ich bin nichts wert. Ich bin nicht liebenswert.
An einem grauen Herbstmorgen konnte ich nicht mehr aufstehen. Ich war leer. Ausgebrannt. Gefangen in Schuldgefühlen, Selbsthass und Grübelschleifen.
Die Diagnose: Depression. Die Therapie: Medikamente. Das Versprechen: „Bald wird’s besser.“
Doch es wurde schlimmer. Ich fühlte mich betäubt, wie eingesperrt in einem fremden Körper – innerlich taub, äußerlich still.
Der Klinikaufenthalt half mir teilweise. Ich durfte atmen. Doch dann kam der nächste Schlag: Die Unterstellung einer Essstörung – wegen 100 Gramm. Eine Zahl, die ein ganzes Kartenhaus zum Einsturz brachte.
Ich tobte. Ich schrie. Ich ging.
Und genau dieser Moment wurde meine Wende.
Wut – meine wildeste Kraft
Wut war und ist immer präsent. Mein größter Antreiber. Immer gewesen.
Als Kind musste ich früh Verantwortung tragen, früh mich zurückstellen, meine Bedürfnisse leugnen. Das verursachte viel Trauer – und davor Wut. So viel Wut.
Unbändige, wilde Wut – umgewandelt in Kunst. In Worte, die brennen. In Bilder, die schreien. In Texte, die meine Seele auf Papier bringen.
Die Wut war meine Kraft.
Der Schmerz mein Lehrer.
Ich wollte es wissen. Ich wollte verstehen. Ich verschlang Bücher über Depressionen, Nervensystem, Trauma, und schrieb ein Buch über mein Innenleben – eine Suche nach meinen Gefühlen.
Ich wusste, was Gefühle sind. Wann man sie fühlt, hatte ich erlernt. Extreme, ja, die konnte ich spüren. Aber Freude über Kleinigkeiten, glücklich sein, traurig sein – das kannte ich nicht.
Wut, Heilung & Ahninnen – in Bildern
Meine selbst gezeichnete Kunst als Ausdruck meiner Reise
Wut-Phase
Unbändige wilde Wut – umgewandelt in Kunst. Gezeichnet in den dunkelsten Stunden.
Innere-Kind-Arbeit
Die Begegnung mit dem verwundeten Kind in mir – heilsam und schmerzhaft zugleich.
Ahninnen-Arbeit
Die Verbindung zu den Frauen vor mir – ihre Kraft, ihre Wunden, ihre Weisheit in mir.
Die Spiritualitätsfalle
Ich wurde Mutter – und stürzte in die nächste Krise. Das Rollenbild Frau und Mutter passte nicht in mein Weltbild. Ich hasste mein Leben insgeheim. Meinem Kind wollte ich vorleben, wie man fühlt – nicht nur davon erzählen.
Nach der Geburt meines zweiten Kindes starb meine Oma. Ab diesem Zeitpunkt veränderte sich etwas. Ich spürte: Da ist noch mehr. Ich machte mich auf die Suche…
Ich nutzte meine Elternzeit für Bücher über Seelenarbeit, Spiritualität, Schamanismus, Meditation. Ich lernte über Energie, Prägungen, transgenerationale Traumata – und über das, was Frauen jahrhundertelang vergessen haben: ihre Wahrheit. Ihre Intuition. Ihre Wildheit. Ihre Würde.
Ich befand mich in der Spiritualitätsblase. Ich lernte viel – aber mein Verhalten im realen Leben war immer noch dasselbe!
Erst als ein weiterer Schicksalsschlag kam, merkte ich: Ich war nicht geheilt. Überhaupt nicht.
Mein Nervensystem meldete sich jetzt.
Panikattacken. Schlafprobleme. Ängste.
Ich verstand: Wissen allein reicht nicht.
Ich muss fühlen.
In dieser dunklen Zeit begann mein wahrer Heilungsweg. Ich weinte, ich lachte, ich schrie. Ich war wütend, verletzt, verloren – und gleichzeitig erwachte eine neue Stärke. Ich fand zurück zu mir.
Ich lernte, mein Nervensystem umzuschalten. Ich lerne immer noch – dieser Weg ist nie abgeschlossen. Täglich gibt es Situationen, die fordern – und dennoch: Ich halte mich. Ich lasse Emotionen raus. Ich verwandle sie in Wutbilder, Gedichte, Worte.
Von der Flucht zur Kraft
Früher
„Ich bin nicht genug.“
„Ich bin nichts wert.“
„Ich bin nicht liebenswert.“
Heute
„Ich bin genug – so wie ich bin.“
„Mein Wert liegt in meinem Sein, nicht in meinem Tun.“
„Ich bin liebenswert – besonders in meiner Verletzlichkeit.“
Seitdem forsche ich – und suche meinen Platz
Ich tauche tief ein in das vergessene Wissen über Gefühle, Geschichte und kollektive Wunden: Matriarchatsforschung, transgenerationale Traumata, die verlorene Sprache der Emotionen.
Deshalb beginne ich bald ein Studium der Kulturwissenschaften (Philosophie & Geschichte) und bilde mich zur Referentin für Matriarchatsforschung weiter.
Aber ich will nicht nur forschen – ich will mitgestalten.
Meine Vision: Gesellschaftliche Transformation
durch systemische Heilung
Ich suche eine berufliche Heimat, wo ich an den großen Fragen arbeiten kann:
Migration neu denken: Wie fangen wir Menschen auf, die aus völlig anderen kulturellen Kontexten kommen? Menschen, deren Traumata anders sind als unsere, deren Heilungswege andere Sprachen sprechen? Wie gestalten wir echte Begegnung – nicht Integration als Assimilation, sondern als gegenseitiges Lernen?
Bildung transformieren: Wie muss Schule aussehen, damit Kinder nicht brechen, sondern wachsen? Wie lehren wir Gefühle, Verbindung, Resilienz – statt nur Leistung zu messen?
Sozialsystem heilen: Wie muss ein System funktionieren, das Menschen wirklich trägt – statt sie in den Überlebensmodus zu zwingen?
Und vieles mehr…
Aber hier ist die Frage, die ich mir stelle:
Wir haben als Gesellschaft unsere eigenen Wunden kaum berührt. Die Weltkriege – Männer, die nie lernten zu weinen, Väter, die ihre Söhne lehrten, hart zu sein statt verletzlich. Frauen, die ihre Töchter lehrten, sich klein zu machen, gefügig zu bleiben.
Die Kolonialisierung – das Erbe von Überlegenheitsdenken, das immer noch in unseren Strukturen lebt.
Die Hexenverbrennungen – weibliche Weisheit, die als gefährlich galt. Intuition, die ausgelöscht wurde.
Das Patriarchat – das nicht nur Frauen in Rollen presste, sondern auch Männern ihre Menschlichkeit raubte. Väter, die nicht präsent sein durften. Söhne, die keine Schwäche zeigen durften.
Und nun kommen Menschen zu uns, deren Traumata andere Gesichter tragen. Deren Kulturen andere Heilungswege kennen. Deren Schmerz in anderen Sprachen spricht.
Ist es nicht eine Form westlicher Arroganz zu glauben, wir könnten sie „integrieren“ – wenn wir selbst kaum gelernt haben, unsere eigenen Wunden zu halten?
Vielleicht liegt die Antwort nicht im Aufnehmen, sondern im gemeinsamen Heilen. Im gegenseitigen Lernen. Im Raum schaffen für alle Traumata – die alten und die neuen, die unsrigen und die ihrer.
Meine Arbeit – Reiki, Meditationen, der 7-Tage-Kurs – ist mein Beitrag auf individueller Ebene.
Ich begleite Menschen zurück zu sich selbst. Ich zeige Wege auf. Ich gebe Werkzeuge.
Denn Heilung ist zutiefst persönlich. Jede Seele trägt ihre eigene Landkarte.
Aber: Individuelle Heilung braucht einen Rahmen, der sie trägt.
Das System muss sich verändern. Das Schulsystem. Das Gesundheitssystem. Das Sozialsystem. Die Art, wie wir Männlichkeit definieren. Die Art, wie wir Weiblichkeit einschränken. Die Art, wie wir mit Fremdem umgehen.
Es darf nicht „höher, schneller, weiter“ sein – wo der Einzelne verloren geht. Wo Trauma zum Produktivitätsproblem wird. Wo Heilung als Schwäche gilt.
Ich schreibe, seit ich klein bin. Ich heile durch das Schreiben. Ich zeichne, um Wut in Farbe zu verwandeln. Ich meditiere, um wieder zu atmen.
Aber Worte allein reichen nicht mehr. Kunst allein reicht nicht mehr.
Ich will Strukturen mitgestalten, die Heilung möglich machen – für uns alle.
Derzeit arbeite ich Vollzeit als Büroleitung in einem Versicherungsunternehmen – und finanziere damit mein Studium.
Aber ich suche eine berufliche Heimat, wo ich an gesellschaftlicher Transformation mitarbeiten kann.
Falls du eine Organisation, ein Projekt oder eine Idee kennst, wo diese Arbeit gebraucht wird – lass es mich wissen.
Wie ich dich begleiten kann
Ich begleite dich, aber ich trage dich nicht. Ich gebe dir Werkzeuge, stärke deinen Rücken – dennoch entscheidest du selbst. Den Heilungsweg gehst du allein – aber du musst ihn nicht einsam gehen.
Virtuelle Assistenz
Für Frauen, die mit ihrer Arbeit die Welt besser machen. Von Terminkoordination über Kundenbetreuung bis Website-Pflege – ich übernehme deine Organisation.
Mehr erfahren
Reiki-Fernbehandlung
60 Minuten tiefe Entspannung für dein Nervensystem – wenn Worte nicht mehr reichen.
Mehr erfahren
7-Tage-Kurs „Zurück zu dir“
Dein sanfter Rückweg zu dir selbst – mit täglichen Audios, Arbeitsblättern und Übungen.
Zum Kurs
Geführte Meditationen
Dein Anker für zwischendurch – Momente der Rückverbindung zu dir selbst.
Zu den MeditationenWenn Schatten Farben tragen
Dein Ausmalbuch für stille Heilung und kreative Selbstfürsorge – mit meinen selbst gezeichneten Bildern als Weg zur inneren Ruhe.
Zum BuchDen Heilungsweg gehst du allein
Du musst deine Erfahrungen machen, dafür bist du hier.
Aber ich kann dir helfen, sie als diese zu sehen. Dich begleiten, aber nicht tragen auf deiner eigenen individuellen Seelenreise.
Und ich arbeite daran, dass die Gesellschaft ein Ort wird, wo Heilung möglich ist – für uns alle.
Alles Liebe,
Anna